{"id":498,"date":"2020-03-10T10:45:34","date_gmt":"2020-03-10T09:45:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.elflirt.de\/magazin\/?p=498"},"modified":"2025-09-04T08:45:56","modified_gmt":"2025-09-04T06:45:56","slug":"dating-plattformen-gegen-corona-virus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.elflirt.de\/magazin\/dating-plattformen-gegen-corona-virus\/","title":{"rendered":"Corona-Virus erreicht Dating-Plattformen wie Tinder"},"content":{"rendered":"<p>Der Krankheitserreger mit dem klingenden Namen besch\u00e4ftigt aktuell die Weltpolitik. Nach dem Ausbruch in Wuhan wurde die Lage von s\u00e4mtlichen Staatstr\u00e4gern mit Beunruhigung eingesch\u00e4tzt, ehe man infolge erster Infizierungen, sowie Todesf\u00e4llen, au\u00dferhalb China mancherorts Ma\u00dfnahmen ergriff, um eine weitere Ausbreitung zu unterbinden.<!--more--><br \/>\nCorona-Virus hat die Dating-Plattformen erreicht: an der Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Keime beteiligt sich nun ein Gigant des digitalen Kennenlernens: Tinder.<\/p>\n<h2>Warnhinweise zwischen Date-Vorschl\u00e4gen<\/h2>\n<p>Benutzer der App berichten \u00fcber eine Warnung, welche inmitten von Tinder-Profilen erscheint und auf die geringere Priorit\u00e4t der Dating-Plattform im Vergleich zur eigenen Gesundheit aufmerksam macht. Anbei verweisen die Betreiber auf Hygieneanweisungen und die Homepage der Weltgesundheitsorganisation. Es sei wichtig, regelm\u00e4\u00dfig die H\u00e4nde zu waschen, Ber\u00fchrungen im Gesicht zu vermeiden, Desinfektionsmittel mitzuf\u00fchren sowie eine gewisse soziale Distanz bei Menschenansammlungen einzuhalten. Der Gro\u00dfteil der Internetgemeinde reagierte mit wohlgesinnter Belustigung auf die Herausgabe gesundheitsspezifischer Tipps. So meinte etwa ein User via Twitter, Tinder solle sich keine Sorgen machen, denn er bekomme ohnehin keine Treffer, um den Virus verbreiten zu k\u00f6nnen. Andere wiederum heben den scheinbaren Ernst der Lage hervor, da sogar der Dating-Riese vor sozialer Interaktion warnt.<\/p>\n<h2>Weitere Internetplattformen leisten Aufkl\u00e4rungsarbeit<\/h2>\n<p>Aber nicht nur Tinder nutzt seine Reichweite, um Informationen \u00fcber das Virus bereitzustellen. Auch Facebook und Twitter posten \u00fcber die jeweilige Domain Warnhinweise und implementieren weiterf\u00fchrende Links, welche genauere Berichte zur Epidemie beinhalten.<br \/>\nDie Kommunikationsexpertin der Swimburne University, Katherine Albury, \u00e4u\u00dferte sich dazu in einem Interview f\u00fcr die ABC. Sie sieht das Eingreifen der verschiedenen Plattformen als Aktion zur Steigerung der eigenen Reputation bei den Nutzern. So w\u00fcrde man lediglich auf den fahrenden Zug aufspringen und mit ihm Aufmerksamkeit, oder in anderen Worten Werbung, generieren. Wenn man auf die Vernetzung unterschiedlicher Menschen spezialisiert ist, sei es schlie\u00dflich auch verst\u00e4ndlich, sich um die Gesundheit jener Menschen zu sorgen.<\/p>\n<h2>Boris Johnson pr\u00e4sentiert Kampfplan<\/h2>\n<p>Der britische Premierminister geht davon aus, dass kommende Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Epidemie die meisten Haushalte auf irgendeine Art und Weise betreffen werden. Schlimmstenfalls sei mit einer Schlie\u00dfung von Schulen und anderen gesellschaftlichen Einschr\u00e4nkungen zu rechnen. M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte etwa ein Heimarbeit-Zwang oder ein Verbot von sozialen und pers\u00f6nlichen Zusammenschl\u00fcssen in Kraft treten.<\/p>\n<h2>Das SARS-CoV-2<\/h2>\n<p>Seitdem der Krankheitserreger das chinesische Labor in Wuhan verlassen hat, folgten unz\u00e4hligen Infizierungen und einige Todesf\u00e4lle. Auf Grund der Tatsache, dass es sich bei SARS-CoV-2 um ein neuartiges, also bis dato unbekanntes, Virus handelt, ist der aktuelle Wissensstand noch \u00e4u\u00dferst d\u00fcnn. Gesichert scheint unter anderem die 1- bis 2-w\u00f6chige Inkubationszeit (Zeitraum von Infizierung bis Auftreten der Symptome). Das bedeutet, infizierte Personen fallen als solche erst relativ sp\u00e4t auf. Dadurch stellt die tats\u00e4chliche Zahl der Infizierten eine Dunkelziffer dar, die vermutlich um ein Vielfaches h\u00f6her sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Das Virus zeigt, wie anhand des Namens auff\u00e4llt, \u00c4hnlichkeiten zum 2003, ebenfalls in Asien, ausgebrochenen SARS. Dieses geh\u00f6rt gleicherma\u00dfen der Familie der Corona-Viren an.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend eine Erkrankung an COVID-19 bisher bei je 50 Personen ein Todesopfer forderte, starb an SARS eine von zehn Patienten. Nach Ansicht vieler Experten ergibt sich das gr\u00f6\u00dfte Problem des Virus aus seiner Neuartigkeit. Dr. Peter Horby, Professor an der Oxford Universit\u00e4t, sagte dazu, dass sich neue Viren viel schneller in der Bev\u00f6lkerung verbreiten k\u00f6nnen, da man gegen sie noch keine Immunit\u00e4t aufweist.<\/p>\n<h2>Folgeerscheinungen<\/h2>\n<p>Im Falle einer Ansteckung treten nach der etwa zweiw\u00f6chigen Inkubationszeit erste grippeartige Symptome wie Husten, laufende Nase, Halsschmerzen und auch hohes Fieber auf. Im Hinblick auf aktuelle Erkenntnisse verl\u00e4uft die Krankheit im Gro\u00dfteil der F\u00e4lle relativ harmlos. Besonders betroffen erscheinen Menschen \u00e4lteren Semesters sowie der gesundheitlich angeschlagene als auch immunschwache Bev\u00f6lkerungsteil. Diese Risikogruppe k\u00f6nnte eine Pneumonie, also eine Lungenentz\u00fcndung, erleiden. Dabei schwellen die Lungenfl\u00fcgel an und f\u00fcllen sich mit Fl\u00fcssigkeit, was zu Atemnot f\u00fchren und, unbehandelt, t\u00f6dlich enden kann.<br \/>\nKinder hingegen stellen bisher ein R\u00e4tsel dar. Sie sind allem Anschein nach relativ unber\u00fchrt von dem Virus.<\/p>\n<h2>Behandlung der Symptome<\/h2>\n<p>Auch wenn derzeit vielerorts fieberhaft geforscht und an einem Impfstoff gearbeitet wird, existiert noch kein Heilmittel. Da COVID-19 und SARS demselben Viren-Stamm angeh\u00f6ren, versucht man sich diese N\u00e4he zunutze zu machen und auf dem Impfstoff, das gegen SARS verwendet wurde, aufzubauen. Bisher leider erfolglos. Die weiteren Arbeiten zu Erforschung sowie Entwicklung eines wirkungsvollen Serums werden nach Sch\u00e4tzungen wohl noch ein Jahr, oder vielleicht sogar l\u00e4nger, andauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krankheitserreger mit dem klingenden Namen besch\u00e4ftigt aktuell die Weltpolitik. 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