Sichere Verhütungsmethoden

Welche Verhütungsmethoden sind wirklich sicher?

Wenn es um das Thema Verhütung geht, sollten Frauen und Männer gleichermaßen daran beteiligt sein. Denn eine sichere Verhütung schützt nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten. Hierbei sprechen wir noch nicht einmal vom schlimmsten Fall, nämlich dem HIV, sondern vielmehr von Pilzen, Herpes sowie Feigwarzen.

Das erste Date – sichere Verhütung

Egal ob es sich um ein One-Night-Stand, eine flüchtige Bekanntschaft oder aber das erste Date handelt, wenn man Sex hat, sollte man bei diesen Gegebenheiten sehr vorsichtig sein. Da man den Sexualpartner nicht oder kaum kennt, sollte in diesem Fall definitiv ein Kondom verwendet werden. Dies schützt vor allem vor Geschlechtskrankheiten sowie vor ungewollter Schwangerschaft. Idealerweise nimmt Frau noch ein anderes Verhütungsmittel, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen.

Kondom als Favorit

Erwähnt werden sollte, dass das Kondom auf Platz 1 der sichersten Verhütungsmethoden steht. Denn ein Kondom schützt sowohl vor Geschlechtskrankheiten und vor ungewollter Schwangerschaft und ist somit einzigartig unter den Verhütungsmitteln.

Im Übrigen, Ausreden wie „Ich habe eine Allergie gegen Latex“ zählen nicht, denn seit geraumer zeit gibt es extra Kondome ohne Latex.

Der Pearl-Index vom Kondom liegt bei 2 bis 12.

Verhütung in einer Beziehung

Ist man schon vertraut miteinander und kann man ein fremdgehen des Partners ausschließen, so kann mit dem Thema Verhütung etwas lockerer umgegangen werden. Zumindest muss man sich nicht über Geschlechtskrankheiten Gedanken machen. Wenn es um ungewollte Schwangerschaft geht, stehen für Frauen eine Vielzahl an Verhütungsmitteln zur Verfügung. Nachfolgend die gängigsten.

Die Pille

Die Pille ist bei Frauen nach wie vor sehr beliebt. Die Einnahme ist kinderleicht und der Schützt gegen ungewollte Schwangerschaft verhältnismäßig groß. Der Pearl-Index liegt immerhin bei nur 0,1 bis 0,9.

Darüber hinaus hat die Pille noch weitere positive Eigenschaften, wie beispielsweise die genaue Bestimmung der sogenannten Abbruchblutung. Aber auch das Verschieben dieser ist im Prinzip möglich. Dies ist vor allem dann ein Vorteil, wenn ein Strandurlaub bevorsteht und man diesen nicht mit Tampon oder aber Binde verbringen möchte.

Es gibt jedoch auch negative Auswirkungen bei Einnahme der Pille. Diese können unter anderem eine mangelnde Lust auf Sex sowie eine erhöhte Anfälligkeit auf Pilzinfektionen sein. Alles in allem kann man aber sagen, dass die Pille gut verträglich ist und vergleichsweise wenig Nebenwirkungen vorweisen.

Die Spirale

Zunächst sollte man zwischen zwei Arten der Spirale unterscheiden. Es gibt zum einen die Kupferspirale, deren Pearl-Index bei 0,9 bis 3 liegt und zum anderen die Hormonspirale, deren Pearl-Index bei 0,16 liegt.

Die Kupferspirale wird, wie die Hormonspirale, in die Gebärmutter eingesetzt. Im Gegensatz zur Hormonspirale gibt die Kupferspirale aber keine Hormone ab. Zudem kann das Einsetzen der Kupferspirale mitunter schmerzhaft sein. Jedoch ist diese Art der Verhütung ideal für Frauen, die Angst vor der hormonellen Verhütung haben. Die Hormonspirale wird oftmals bei Frauen eingesetzt, die bereits ein Kind geboren haben. Wichtig ist, dass man bei Tragen dieses Verhütungsmittels regelmäßig den Frauenarzt aufsuchen muss, um den Sitz zu überprüfen. Negative Nebenwirkungen können unter anderem Schmerzen während der Menstruation sein sowie gegebenenfalls Schmierblutungen. Jedoch sollte über beide Spiralen gesagt werden, dass diese ideal für Frauen sind, die nicht täglich an die Einnahme der Pille denken.

Das Diaphragma

Diese hormonfreie Verhütung verhindert, dass die Samenzellen in die Eizelle gelangen. Grund hierfür ist, da der Muttermund mit dieser weichen Kappe aus entweder Latex oder Silikon, verschlossen wird. Jedoch sollte man geübt in der Anwendung dieses Verhütungsmittel sein. Diese Kappe wird nämlich vor dem Sex in die Scheide gelegt. Zudem muss vor dem Einsetzen eine Art Gel, welches die Spermien abtötet, aufgetragen werden. Es sollte auch beachtet werden, dass das Diaphragma frühestens zwei Stunden vor dem Sex eingeführt werden sollte und weitere sechs bis acht Stunden nach dem Geschlechtsverkehr getragen werden muss.

Der Pearl-Index ist beim Diaphragma relativ hoch und liegt bei 1 bis 20.

Die Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze ist kein gängiges Verhütungsmittel, da diese oftmals nur Frauen empfohlen wird, die andere Verhütungsmittel nicht vertragen. Jedoch sollte genau aus diesem Grund auch die Dreimonatsspritze erwähnt werden, damit aufgezeigt wird, dass man um Alternativen bemüht ist.

Die Anwendung ist kinderleicht, denn alle drei Monate besucht man lediglich den Frauenarzt und bekommt diese sogenannte Depotspritze mit dem Hormon Gestagen, in den Muskel des Gesäß gespritzt. Das Hormon wird nach und nach freigesetzt und schütz vor ungewollter Schwangerschaft.

Zu beachten bei dieser Verhütungsmethode gilt, dass der Termin für die Folgespritze penibel eingehalten werden muss, da sonst der Schutz gegen ungewollte Schwangerschaft nicht mehr gegeben ist. Darüber hinaus kann es mitunter bis zu 12 Monaten dauern, bis sich der normale Zyklus wieder eingestellt hat. Aber auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten können die Wirkung des Hormons enorm beeinflussen.

Der Pearl-Index bei der Dreimonatsspritze liegt bei 0,2 bis 1,4.

Fazit

Abschließend kann gesagt werden, dass es noch weitere Verhütungsmittel gibt. Die Rede ist hier vom Implantat, dem Verhütungsring sowie der Kupferkette. Darüber hinaus sollte man sich noch im Klaren sein, dass kein Verhütungsmittel zu 100 % schützt. Gegen Geschlechtskrankheiten hilft nur das Kondom und gegen ungewollte Schwangerschaft eigentlich nur Verhütungsmittel, welche von der Frau benutzt werden müssen.

Im Übrigen, der sogenannte Coitus Interruptus, also das Herausziehen des Penis vor dem Samenerguss, ist keine Verhütungsmethode, da schon vor dem Sex Lusttropfen aus dem Penis gelangen können, welche Spermien beinhalten.