Stimmungsschwankungen durch die Pille

Nach wie vor gehört die Pille zu den sichersten und beliebtesten Verhütungsmitteln. Doch leider ist das Produkt nicht frei von Nebenwirkungen.

Welche das sind und wodurch sie auftreten, verraten wir in unserem Ratgeber. Du wirst überrascht sein, was die Form der Verhütung alles bewirken kann.

Die Ursachen der Stimmungsschwankungen

Aus Wut wird Euphorie, aus Fröhlichkeit wird Trauer. Stimmungsschwankungen sind bei Damen, die dieses Verhütungsmittel nutzen, oftmals an der Tagesordnung. Doch wieso ist das der Fall?

Ein häufiger Auslöser sind Stress sowie die Hormone. Die Gefühlslagen richten sich demnach nach dem direkten Umfeld. Umstellungen der hormonellen körperlichen Gegebenheiten sorgen für Gefühlsschwankungen Auch die Einleitung des monatlichen Zyklus stört das Gemüt häufig.

Sind die wechselnden Stimmungen langanhaltend, so können diese ihren Ursprung auch in psychischen Leiden wiederfinden. Depressionen, Essstörungen und Suchterkrankungen können einige dieser Leiden sein. Eher selten können auch organische Erkrankungen der Auslöser für emotionale Schwankungen sein.

Das Verhütungsmittel als Auslöser für emotionale Schwankungen

Sie greift direkt in den Hormonhaushalt der Frau ein. Bei bis zu 10 von 100 Frauen treten regelmäßige Stimmungsschwankungen auf. Der Körper muss sich erst auf das Präparat einstellen. Neben emotionalen Schwankungen können in schwereren Fällen auch Depressionen auftreten. Hier ist es zwingend notwendig, das Produkt zu wechseln oder auf ein anderes Verhütungsmittel zurück zu greifen. Hierzu ist es praktisch, sich bei dem behandelnden Arzt beraten zu lassen.

Weitere Nebenwirkungen

Sie bringt neben den hormonellen Schwankungen einige weitere Nebenwirkungen mit sich. Dazu gehört beispielsweise die Gewichtszunahme bei einigen Mädchen und Frauen. Diese Nebenwirkungen können ebenfalls auftreten:

  • Depressionen
  • Schwankungen der Gefühlswelt
  • Gewichtszunahme
  • Sexuelle Unlust
  • Übelkeit
  • Zwischenblutungen
  • Erhöhung des Thromboserisikos

In ganz schlimmen Fällen kann es zu einer Lungenembolie kommen. Hier besteht Lebensgefahr. Es ist also wichtig, sich die Verhütungsmethode gut von der Frauenärztin anpassen zu lassen. Bei auftretenden Nebenwirkungen ist es immer ratsam, diese mit der behandelnden Ärztin abzuklären. Dann kann das Verhütungsmittel gewechselt werden. Manchmal ist es sogar sinnvoll, gänzlich von der Pille abzulassen und zu einer anderen Art der Verhütung zu greifen. Es muss sich nicht zwingend um Kondome handeln. Pflaster und Spiralen sind inzwischen ebenfalls sehr sicher und beliebt. Auch ein Diaphragma kommt als potentielle Verhütung in Frage.

Interessante Fakten

Wirklich spannend ist jener Aspekt, dass dieses Verhütungsmittel sogar eifersüchtig(er) machen soll. Hierfür ist das synthetische Östrogen verantwortlich. Frauen wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihres Zyklus befragt. Probandinnen, welche diese Verhütungsform als Verhütungsmittel nutzten, fühlten sich deutlich eifersüchtiger und waren schlichtweg unzufriedener in ihren Beziehungen.

Weniger Empathie

In einer Studie wurden Probandinnen in drei unterschiedlichen Verhütungskategorien befragt. Eine Gruppe nahm die Verhütungspille, eine Gruppe verhütete überhaupt nicht und die dritte Gruppe hatte eine einwöchige Pillenpause. Nach mehreren Untersuchungen im Bezug auf ihre Gefühlswelt wurde festgestellt, dass Frauen, welche die Pille regelmäßig nahmen, deutlich weniger Empathie zeigten. Es war ihnen obendrein weniger gut möglich, ihre Emotionen nach außen zu tragen. Auch die Verarbeitung der eigenen Gefühle fand deutlich spärlicher statt. Dies kann zumindest die Beziehungsprobleme erklären, welche bereits ersichtlich wurden in puncto Eifersucht und unzufriedenen Beziehungen.

Was tun gegen die hormonellen Schwankungen?

In vielen Fällen in es vollkommen ausreichend, einfach nur die Marke zu wechseln. Der Gang zum Arzt oder auch zum Frauenarzt ist hierbei hilfreich, um diesen Punkt abzuklären und ein Rezept für ein neues Präparat zu erhalten.

Allgemein ist es hilfreich, bei Nebenwirkungen den zuständigen Arzt aufzusuchen. In schlimmen Fällen können starke Nebenwirkungen auftreten, die zu psychischen Leiden führen. Dies sollte zwingend vermieden und überprüft werden.

Achtung: In einigen Fällen können die Stimmungsschwankungen andere Ursachen haben. Dies kann mit dem Gang zum Arzt überprüft werden.

Einige Damen vertragen dieses Verhütungsmittel aufgrund ihrer Hormoneingriffe überhaupt nicht. In diesen Fällen sollten Alternativen wie Kondome oder auch die Spirale oder das Pflaster mit der Urologin besprochen werden.

Mit dem Partner darüber sprechen

Wichtig ist es, bei dem Wechsel des Verhütungsmittels mit dem Partner zu sprechen. Gerade wenn ständig Stimmungsschwankungen auftreten, bringt es nicht immer etwas, an der Form der Verhütung festzuhalten. Verhüten ist nicht alles Frauensache. Sollte die Verhütungspille fehlschlagen, so kann ein Kondom zum Einsatz kommen. Dies sollte auch genutzt werden. Bei einer Latexallergie gibt es zudem andere Möglichkeiten, um zu verhüten. Das ideale Produkt kann mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Fazit

Die Verhütungspille kann das Gefühlsleben der Frau stark beeinträchtigen. Psychische Leiden können ein größeres Übel sein. Hier ist es ratsam, die Pille zu wechseln oder auf ein anderes Verhütungsmittel zurück zu greifen. Zudem können Frauen in ihrer Gefühlswelt eingeschränkt werden. Sie wirken deutlich weniger empathisch und können auch ihre eigenen Gefühle nur schwer verarbeiten. Wichtig ist es, mit dem Partner darüber zu reden und auch hier über den Wechsel der Pille nachzudenken. Wichtig ist es, dass die Pille mehr Nutzen als Nachteile bringt. Aus diesem Grund sollte das Verhütungsmittel immer ideal eingestellt werden.