Treu bleiben – So klappt es bei Männern und Frauen

Ist die ewige Treue ein Wunschtraum? Ist die Frage nach dem „wie bleibe ich treu“ nur eine Illusion? Glaubt man den aktuellen Umfragen wünschen sich 90 Prozent aller Deutschen eine intime monogame Paarbeziehung. Dies verwundert nicht – sehnen wir Menschen uns doch noch Geborgenheit und Beständigkeit in einer Partnerschaft. Keiner möchte morgens allein aufwachen. Dieses Streben geht jedoch zugleich mit einem mitunter monotonen Alltag einher. Hinzu kommt die Ausübung des Berufs, so dass wenige Zeit für Pflege der Beziehung übrig sein kann. Außerdem sind wir sexuelle Wesen, die es genießen von anderen Menschen begehrt zu werden. Ein maßgebliches Phänomen der heutigen Zeit besteht in dem „Instgram-Vergleich“, also die dauerhafte Suche nach dem „Besseren“. Permanent sehen wie auf Instagram Fotos von jungen Paaren an traumhaften Stränden und von jungen erfolgreichen Menschen. Wir fangen also an unsere Beziehung und unseren Partner mit anderen Beziehungen und Menschen zu vergleichen. Allzu oft übersehen wird dabei, dass es sich um gestellte Fotos handelt und in der Beziehung der abgebildeten Personen auch nicht immer so sonnige Zeiten herrschen. All dies passt in das allgemeine Bild: So betrug beispielsweise in Österreich die Gesamtscheidungsrate laut Statistik ganze 40 Prozent. Damit geht auch in anderen Ländern laut diverser Untersuchungen gut jeder Zweite fremd. Verlieren damit feste Partnerschaften an Bedeutung? Ist die Option einen „besseren“ Partner zu finden zu verlockend? Bereits aufgrund der Tatsache, dass sich die meisten Menschen eine standfeste und monogame Beziehung wünschen, scheint die feste Partnerschaft nicht an Bedeutung verloren zu haben. Jedoch müssen die Partner aktiv an der Treue arbeiten, damit diese zu keinem Hirngespinst wird.

Status Quo – Warum gehen Menschen überhaupt fremd?

Der Alltag mit seinen Gewohnheiten gibt uns Sicherheit, ist jedoch auf Dauer auch langweilig und führt dazu, dass das anfängliche Kribbeln in einer Partnerschaft verschwinden kann. Um nun noch einmal diese anfänglichen „Schmetterlinge“ zu verspüren, lassen sich manche Menschen auf einen Seitensprung ein. Ein weiterer Grund ist eine unglückliche Beziehung. Als Fluchtreaktion werden dann häufig Affären und Seitensprünge gesucht. Ein gerade häufig anzutreffender Punkt ist die Furcht vor Veränderungen. Man möchte gerade nicht die Bequemlichkeit einer festen Beziehung aufgeben und in einer solchen Situation kann es schnell zur Untreue kommen.

Treusein als Entscheidung und als gemeinsame Grundlage

Bereits das Wort „lieben“ ist ein Verb. Liebe entsteht durch lieben. Diese impliziert wiederum, dass man pro aktiv sein muss. Liebe ist also etwas, was man aktiv tut oder auch nicht tut. Und genauso ist „treusein“ kein Gefühl, sondern eine aktive Entscheidung. Diese hängt damit zusammen, dass der Partner für einen selbst einzigartig ist und damit nicht ausgetauscht werden kann. Dieses Mindset – was einer freiwilligen Verpflichtung gleichkommt – ist ein Commitment. Auf dieser Basis stellt es gerade keine moralische Zwangsjacke dar, welche die Partner einhängt. Die Grundlade der Treu ist damit die Proaktivität seinen Partner zu lieben. Man sollte sich also selbst fragen: Tue ich etwas für meinen Partner? Höre ich meiner Partnerin aufmerksam zu? Fühle ich mit meiner Partnerin und bestätige ich sie? Schätze ich meinen Partner? Die Basis der Treue ist eine ständige Proaktivität der Partner. Verliert man seine Proaktivität, verliert die Partnerschaft an dem anfänglichen Gefühl und eine Abwärtsspirale beginnt zu laufen.

Treue-Tipps für Frau und Mann

Beide Partner streben letztlich dieselben Bedürfnisse in einer Beziehung an, weshalb nicht zwischen Tipps für die Frau und solchen für den Mann unterschieden werden kann. Vielmehr können beider Partner an ihrer Proaktivität und damit auch an ihrer Treu arbeiten.

Entwickeln Sie gemeinsam Gewohnheiten!

Nehmen Sie sich vor gemeinsam Dinge zu unternehmen, die Ihre Beziehung wachsen lassen, Erinnern Sie sich noch an den Anfang Ihrer Beziehung? Damals ist man wöchentlich ausgegangen (meistens zum Essen oder für Kinobesuche). Man hat sich also zu festen Dates verabredet. Dies hatte damals das Kribbeln und die Vorfreunde entfacht. Warum also sollten Sie dies jetzt nicht mehr tun? Planen Sie also gemeinsame Aktivitäten (wöchentlich, monatlich und jährlich). Alleine diese Freude auf die Aktivitäten wird der Beziehung eine neue Dynamik verleihen und wird dafür sorgen, dass man sich an den Anfang der Beziehung erinnert.

Reisen Sie in die Vergangenheit!

Machen Sie sich Gedanken darüber, warum sie damals mit ihrem jetzigen Partner ausgegangen sind. Was fanden sie an dieser neuen Person so interessant? Was waren und sind die Vorzüge Ihres Partners? Aus welcher schlimmen Situation hat er Ihnen bereits hinausgeholfen? Alleine diese Gedanken werden Sie eine gewisse Dankbarkeit für die Gegenwart erfahren lassen.

Reden Sie mit Ihrem Partner!

Häufig treibt uns die Sehnsucht nach etwas Neuem zu einem Seitensprung. Sie wollen etwas Neues ausprobieren oder haben Ihre Ziele geändert? Sprechen Sie hierrüber mir Ihrem Partner. Vielleicht hegt er ja dieselben Wünsche.

Machen Sie sich die Konsequenzen vorher bewusst!

Sollten Sie Gedanken an einen Seitensprung haben, sollten Sie sich vergegenwärtigen, was hierdurch auf dem Spiel steht. Die meisten Beziehungen werden es nicht schaffen die Untreue des Partners zu verarbeiten. Man wird also nie mehr das Vertrauensverhältnis von davor erreichen. Man sollte sich also die Frage stellen, ob man wirklich damit leben kann den Partner zu verlieren.

Fazit

Lieben ist ein Verb und genauso beruht die Treue auf einer Entscheidung. Bevor Sie ernsthaft über einen Seitensprung mit all seinen Konsequenzen nachdenken, versuchen sie lieber pro aktiv auf Ihren Partner zuzugehen. Pflegen sie täglich Ihren Garten und Sie werden die Früchte bald ernten.